Neuigkeiten
Aufruf der FSO Tübingen zur Mayday-Parade

Dieses Jahr findet in Tübingen am 30.April 2010 zum dritten Mal die Mayday-Parade statt.
Dabei wird mit einer bunten und tanzenden Demo sowie kreativen Beiträgen
ein selbstbestimmtes und schönes Leben für alle gefordert.
Die vergangenen zwei Paraden fanden unter dem Motto „Globale Soziale Rechte“ statt.
Diesmal lautet es „vergiss das Märchen vom Kapitalismus“.
Wir, die FSO, möchten die Kritik erweitern und unseren Fokus auf Kapitalismus und Nation richten.
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Veranstaltungshinweis:

 

Iran-Soli-Kundgebung in Reutlingen am 8. März

 

Am 8. März 2010 wird es im Rahmen des weltweiten Frauen- und

Iran-Solidaritätstag auch in Reutlingen 18 Uhr auf dem Marktplatz

eine Iran-Solidaritäts-Kundgebung der Antifa Tübingen-Reutlingen geben.

 

 

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Vortrag und Diskussion: Die Studierenden-Proteste in Wien

"Die Uni brennt!" sollte im Oktober das Motto einer Demonstration über die Ringstraße in der Wiener Innenstadt werden. Vorausgegangen war die in der Öffentlichkeit wenig beachtete Besetzung der Akademie der Bildenden Künste. Weil die Polizei die Route nicht zulassen wollte, zogen die Studierenden kurzerhand um: In das Audimax der Wiener Hauptuni, den größten Hörsaal Österreichs. Und dort sind sie seitdem geblieben. Die Ereignisse in Wien wurden zu einem Signal, dem ähnliche Aktionen in anderen europäischen Ländern folgten. Auch die studentischen Proteste der vergangenen Wochen in Tübingen haben darauf immer wieder Bezug genommen.

Was ist in Wien seitdem passiert? Welche Auseinandersetzungen gab es innerhalb der Bewegung? Und was lässt sich daraus schließen?

Der Referent ist ehemaliger Aktivist der Freien Schüler_innen Organisation Tübingen, studiert seit dem Wintersemester 2008/09 in Wien und war von Beginn an an den Protesten beteiligt.

Der Vortrag findet am 18.12. um 18:00 Uhr im Kupferbau statt. Entweder wir treffen uns in dem Foyer oder es wird was ausgeschildert sein.

 

Polizeigewalt auf Bildungsstreikdemonstration

 

Am Samstag, den 21.11.09, fand in Stuttgart im Rahmen des Bildungsstreiks eine landesweite Demonstration statt. 4000 Menschen aus ganz Baden-Württemberg protestierten unter anderem für die Wiedereinführung von Verfassten Studierendenschaften. Dabei kam es zu massiver Gewaltanwendung durch die eingesetzte Polizei gegenüber den Demonstrierenden.

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Warum sich die FSO nicht am letzten Bildungsstreik beteiligt hat


Die Freie SchülerInnen Organisation (FSO), als Mitinitiatorin des ersten Bildungsstreiks 2008 und als Bündnispartnerin in den darauf folgenden Aktionen bezüglich bildungspolitischer Themen, hat sich nun dazu entschlossen, keine weiteren Aktionen mit dem bestehenden Bildungsstreik-Bündnis durchzuführen. Die reformistischen Forderungen des Tübinger Bündnisses sind nicht vereinbar mit den Ansichten der FSO.

Wir sind der Meinung, dass ein Bildungssystem innerhalb des Kapitalismus nicht frei von dessen Zwängen bestehen kann. Eine Reform des Bildungssystems hätte demnach nur zur Folge, dass durch geringe Verbesserungen der Blick vom eigentlichen Problem auf die Symptome gelenkt wird.

Der Kapitalismus hat unvermeidbar zur Folge, dass jede und jeder für den Markt möglichst verwertbar zu sein hat, um die eigene Existenz zu sichern und die nationale Wirtschaft zu stärken. Das Wissen, welches uns in den Bildungsstätten vermittelt werden soll, hat die Funktion uns auf gerade diese Verwertung vorzubereiten. Diese Vorgaben widersprechen jedoch unserem Wunsch, frei von jeglichen Zwängen selbstbestimmt lernen zu können.

Dies ist der Grund, warum wir uns nicht an reformistischen Protesten wie diesem beteiligen. Lieber schlafen wir aus und diskutieren über die Ursachen der Probleme. Aus diesen Diskussionen und Analysen möchten wir Aktionen vorbereiten, die uns einer befreiten Gesellschaft näher bringen. Wenn ihr euch daran beteiligen wollt, seid ihr jeden Freitag um 17:00Uhr herzlich zu unserem Plenum im Schüli (Neckarhalde 32) eingeladen.

 

Die Gruppen des Bildungsstreiks sind in letzter Zeit dazu übergegangen, Uni-Gebäude zu besetzen. Dies werten wir trotz der reformistischen Inhalte als postitiv. Durch die Besetzung der Räume werden neue
Plattformen geschaffen, an denen diskutiert und geplant werden kann. Der Vorteil an demVeranstalungsort Uni ist, dass sich dort auch neue Menschen in die Diskussion mit einbringen können und die Auseinandersetzung mit dem Thema nicht, wie schon so oft, bei den „üblichen Verdächtigen“ bleibt. Daher solidarisieren wir uns mit den Besetzer_innen der einzelnen Unis und hoffen, dass die Basis genutzt wird, um emanzipatorische Inhalte zu erarbeiten. Diese Räume sollten jedoch nicht dazu dienen, reaktionären und religösen Gruppen eine Plattform zu bieten.

 
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